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Jahres-End-Abrechnung (I)
Montag 4. Januar 2021, von
Hier sieht man die traditionell seit - nunmehr schon Jahrzehnten - eingesetzten Mittel zur Bewältigung der Buchhaltungsunterlagen: Die roten Ordner:
und die chamoisfarbenen Trennblätter:
Das Angebot einer revisionssicheren komplett online abgelagerten Buchung wurde in den vergangenen Jahren schon mehrfach erprobt [1], aber bislang nicht konsequent umgesetzt.
Die Online-Kommunikation mit den Banken Commerzbank [2]
und Postbank
ist gekennzeichnet von den Abbildern junger Leute, die das Leben - mit jeweils ’ihrer’ Bank - zu geniessen scheinen. Sei es auf dem per Kredit finanzierten Roller, sei es bei der Auswahl der Geldanlage-Strategie [3].
Fakt ist, dass bei den Buchungsvorgängen bei beiden Banken jeweils eine Zusatzfunktion aufgerufen werden muss, die nur über ein Zusatzgerät gewährleistet werden kann.
Bei der Postbank lautet diese Funktion BestSign und erfordert entweder eine Zusatzgerät des Anbieters SealOne® [4]
oder ein "Mobilgerät".
Bei der Commerzbank ist ebenfalls ein eigenes Lesegerät der Firma REINERSCT
mit einer eigens von der Bank erstellten und autorisierten Chipkarte notwendig.
Da die Buchungsdaten aber von den Banken für den Kunden nur maximal für 90 Tage vorgehalten - und auch darüber im Nach herein nicht mehr, zum Beispiel als eine CSV-Datei zur Verfügung gestellt - werden, ist es notwendig, ein weiterer Programm zu nutzen, mit dem dieses möglich ist.
Auch hier war die Auswahl eines solchen Programms quasi ’vorgeschrieben’. Die Firma Buhl war der gabt wenigen, die denjenigen ein Angebot machen konnte, die sich schon sehr früh bei der Telekom mit ihrer T-Online-Banking-[gratis]-Software eine solche Buchungsmöglichkeit hatten anbieten lassen, die dann aber eines Tages von der DTAG nicht mehr fortgeführt, sondern ’outgesourct’ wurde [5].
Und da wir gerade bei "t-online" sind. Nicht nur die dort gehosteten Programme, auch die Marke selber wurde inzwischen verkauft und in ein Nachrichtenportal umgemodelt. Und was ist dort zu lesen? Richtig: Steuererklärung für 2020. "ElsterFormular" wird eingestellt. Faktisch sieht das dann so aus:
Also ist es notwendig, sich ein weiteres Programm zuzulegen, das dieses bisher "vom Staat" angebotene Modul ersetzt. Und damit schliesst sich der Teufelskreis. Als Zusatzprogramm wurde schon bisher das Lexware-Buchhalter-Programm genutzt. Genau: Jenes Programm, dass es gerade geschafft hat, nach dem Einspielen des Updates für 2021 das wichtigste Mandantenkonto einfach ’verschwinden’ zu lassen...
... nachdem es gelungen war, aus der Datensicherung eine ältere Version zurückzuspielen, wird das Programm erneut geöffnet. Und es wird ein Update für die Elster-Software angeboten.
Allein, der Versuch, dieses nach dem Download auch einzuspielen scheitert. Die Installation beginnt, ’friert’ dann aber ein.
Nach diesem Desaster wird es aber auch nicht mehr als nicht eingespielt erkannt.
Vielmehr behauptet das Programm nach dem nochmaligen Neustart, dass nunmehr alles auf den neuesten Stand sei [6] [7]
Menschen würde man in einem solchen Falle der Lüge bezichtigen. Und was macht man mit so einem Stück Software???
Hier eine Zusammenstellung von Beiträgen aus den letzten zehn Jahren, die diesem vorangegangen sind, und die nach den folgenden Themen chronologisch nochmals an dieser Stelle ins Gedächtnis gerufen werden:
– SealOne, BestSign und Buhl am 17. Januar 2020: Buhl: "Buhhhh..."
– Postbank-Online-Banking Beiträge vom 2. Mai 2019: ... es nervt (I) & ... es nervt (II), vom 28. August 2018: Postbank: Erneuerung und Veränderung
– Onlinebanking bei der Commerzbank vom 1. Oktober 2019: Vom goldenen Chip zum Onlineshop
– Online-Banken: Chancen & Schranken vom 25. Januar 2016
– Lexware-Jahre sind keine "Herrenjahre", hier im Rückblick einige weitere Beiträge vom 24. Januar 2018: Wir sind mehr als ein Software-Add-On!, 18. Januar 2017: GDPdU -> GoBD -> to Do’s, 3. Juni 2014: Was Lexware währt..., 4. Dezember 2013: Weniger wäre mehr..., 12. Juli 2013: Ceterum censeo ... , 18. Juli 2011: ELENA ist tot..., 10. Februar 2011 Grrrrrrrr...
– Online-Banking bei der Telekom: 30. Juli & 30. August 2013: (T-)OnlineBanking wieder-belebt & Telekom-Banking & -Ticket-Report (II), 26. August 2011: T-Online Banking 6.0 -> 7.0, 25. Juli 2011: Bitte haben Sie noch einen Moment Geduld...
– Onlinebanking bei der Dresdner Bank vom 30. Mai 2011: Das haben die Kunden zu schlucken & 16. Mai 2011: Die Dresdner geschluckt, am Kunden verschluckt
– HBCI vom 9. Februar & 7. Februar 2011: HBCI: Tot und Wieder-Auferstehung & C AG’s Do-HBCI-S
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Zu guter Letzt dieser Beitrag vom 30. August 2011, der auf dieses Thema Bezug nimmt: Sicherheit wird hardwarelastiger.
[1] Siehe u.a. die Beiträge vom 23. Mai 2017: GDPdU -> GoBD -> Info-Tag und vom 2. Januar 2021: Microsoft: mein "Freund und Helfer".
[2] Siehe dazu auch die Pressemitteilung dieses Tages aus diesem Hause: Sven Korndörffer wird neuer Kommunikationschef der Commerzbank.
[3] Übrigens beide Banken, die nicht mehr mit jenen Geldhäusern identisch sind, bei denen die Konten eröffnet wurden: Die Bremer Bank, ein Haus der Dresdner Bank wurde von der Commerzbank übernommen, die Postbank von der Deutschen Bank...
[4] über den wir ebenfalls bereits berichtet haben...
[5] Siehe dazu diese Kundenreaktion auf dem Telekom-Forum von 20. November 2015
[6] Nach diesem Desaster wurde der Antrag auf die "Novemberhilfe" des Bundes über einen Steuerberater gestellt, in dem ihm alle dafür notwendigen Rechte und das Passwort der "*.pfx"-Datei übergeben wurde.
[7] Nach einer weiteren zeitraubenden Suchaktion fällt der Blick auf diese Datei: https://www.lexware.de/support/faq/produkt/buchhaltung/faq-beitrag/000027295, die ein nochmaliges Herunterladen der Aktualisierung des Elster-Programms anbietet.




