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BP: KI für Autoren (II)
Donnerstag 16. April 2026, von
Anknüpfend an die Eintragungen des Vortages BP: KI für Autoren (I) hier in der Reihenfolge der Interviews drei Stimmen von TeilnehmerInnen, die (fast) alle die gesamte Zeit geblieben waren und - wie hier zu hören - ein hohes Interesse gezeigt hatten:
Die hier vorgestellten Stimmen sind in gewisser Weise exemplarisch für die Gesamtsituation bei Menschen, die sich bislang noch nicht besonders intensiv mit diesem Thema beschäftigt haben, die aber wohl wissen, dass eine weitere Verweigerung gegenüber diesem Thema weder für sie noch für ihre Arbeit von Nutzen sein würde.
Dabei war es erfreulich zu erleben, mit welcher geradezu überbordenden Neugier von allen Seiten der Anwesenden immer wieder neue Fragen, aber auch Anregungen kamen, die in dem Zusammenhang dieses Themas für sie von Bedeutung waren. Zwar war es fast unmöglich, auf all diese ausreichend und tiefgründiger eingehen zu können, aber dennoch war es möglich, neben einem ersten Überblick durch eine Reihe von eigenen Erfahrungen zu erleben, was bereits heute alles unter diesen Rahmenbedingungen einer neuen Technologie möglich ist.
In einer eingangs gestellten Frage nach der Selbsteinschätzung in Bezug auf die Kompetenzen zu diesem Thema in einer Hierarchie von 1 bis 10 gab fast niemand einen Wert von mehr als 5 an. Damit entsprach die Teilnehmerzahl und ihre Zusammensetzung ziemlich genau den Vorgaben des Kurses. Aber eben diese durchaus gemischte Struktur und die daraus erwachsenen unterschiedlichen Interessenten gaben zugleich die Erkenntnis preis, auf welche unterschiedlichen Niveaus und mit welch unterschiedlichen Qualifikationsmerkmalen die verschiedenen Software-Tools in der Lage sind, auf die an sie gestellten Anforderungen zu reagieren.
Ja, es gab natürlich auch an diesem Tag die Beobachtung, dass nicht alle Erwartungen seitens der Qualität oder der inhaltlichen Korrektheit erfüllt wurden, dennoch überwogen die von Erstaunen bis Erschrecken geprägten Erfahrungen, in welch großem Umfang es heute möglich ist, die klassische Arbeit einer Journalistin oder eines Journalisten durch diese neuen Tools nicht nur zu ergänzen und effizienter zu gestalten, sondern sogar tendenziell in einigen Bereichen ganz zu ersetzen.
Dennoch wurde sehr schnell klar - und das lässt sich wohl für alle Beteiligten sagen - dass es vor dieser Entwicklung kein Entrinnen gibt. Und dass es mehr als notwendig ist, sich diesen neuen Herausforderungen zu stellen. Das hat an diesem Tag stattgefunden und der Erfolg bestand bereits darin, dass für alle Beteiligten sich neue Möglichkeiten der Reflexion und Nutzung erschlossen haben: sei es für die eigene konkrete journalistische Praxis, sei es weit darüber hinaus.
Da wir in all diesen Ausführungen kaum auf ChatGPT und gar nicht auf Microsoft Copilot eingegangen sind, gibt es zu Letzterem nochmals einen eigenen Eintrag an dieser Stelle: